Das Interreg Nordseeprogramm ist ein transnationales Kooperationsprogramm im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) und wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Es fördert in der Förderperiode 2021–2027 grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen aus acht Teilnehmerländern rund um die Nordsee: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Irland. Ziel ist eine grüne, intelligente und integrierte Entwicklung des Nordseeraums – mit besonderem Fokus auf Klimaschutz, nachhaltige Blau- und Grünwirtschaft sowie regionale Resilienz. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 280 Mio. Euro, davon 171,1 Mio. Euro aus dem EFRE.
Der Nordseeraum ist einer der verkehrsreichsten und wirtschaftlich bedeutendsten Meeresräume der Welt. Das Interreg Nordseeprogramm adressiert maritime Themen vor allem im Rahmen seiner thematischen Prioritäten:
Klimaresilienz und Küstenschutz: Projekte zur Anpassung von Küstenregionen an den Klimawandel, zum Schutz von Küsteninfrastrukturen sowie zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Meeresräumen und Wattgebieten.
Blaue Wirtschaft und maritime Innovation: Förderung transnationaler Kooperationen zu nachhaltiger Meeresnutzung, offshore-bezogenen Technologien (z. B. Windenergie auf See), maritimer Raumplanung und Aquakultur/Fischerei.
Grüne Häfen und nachhaltige Schifffahrt: Unterstützung von Projekten zur Dekarbonisierung im Seeverkehr, zum Einsatz alternativer Kraftstoffe und zur Verbesserung der ökologischen Leistung von Häfen in der Nordseeregion.
Digitalisierung und maritime Konnektivität: Transnationale Kooperationen zu digitalen Infrastrukturen und smarten Lösungen für Häfen, Seewege und den Küstenraum.
Schutz der Meeresumwelt: Projekte zur Reduktion von Meeresmüll, zur Verbesserung der Wasserqualität in der Nordsee und zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Meeresschutz.
